Steuern
Zahlung & Versand → Steuern (Einstellung) — für einen deutschen Shop mit Privatkunden reichen die Vorgaben.
Grundeinstellungen
Abschnitt betitelt „Grundeinstellungen“| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Verkauf an | Privatkunden — immer Bruttopreise. B2B-Shop — richtet sich ausschließlich an Unternehmer, Preise netto. Beides — netto nur für Kunden, die als Geschäftskunden geführt werden. |
| Standard-Steuersatz | 19, 7 oder 0 % — Vorgabe für neue Artikel |
| Versand bei gemischten Steuersätzen aufteilen nach | Netto-Entgelten (empfohlen) oder Einzelverkaufspreisen. Betrifft nur Bestellungen mit mehreren Sätzen; beide Wege sind zulässig, der Unterschied liegt im Cent-Bereich. |
Der Satz steht an jedem Artikel (Reiter Preise). Der Shop rechnet je Satz getrennt, legt Gutscheine anteilig um und weist auf Rechnung und Korrekturbeleg je Satz eine Zeile mit Nettobetrag und Steuer aus (§ 14 Abs. 4 UStG).
Kleinunternehmer (§ 19 UStG)
Abschnitt betitelt „Kleinunternehmer (§ 19 UStG)“Kleinunternehmer nach §19 UStG an: Der Shop berechnet keine Umsatzsteuer mehr und weist auf keinem Beleg welche aus — Rechnung, Mail, Danke-Seite, Kundenkonto. Die Preise bleiben unverändert. Statt der MwSt-Zeile erscheint der Hinweistext, wahlweise am Produkt, im Footer oder beidem. Die Sätze an den Artikeln bleiben gespeichert, falls die Regelung später entfällt.
Privatkunden und Geschäftskunden
Abschnitt betitelt „Privatkunden und Geschäftskunden“Bei Beides fragt die Kasse „Ich kaufe als Privatkunde / Geschäftskunde” und bei Geschäftskunden nach der USt-IdNr. An jedem Kunden steht außerdem (Kundenansicht):
- Kundengruppe — bestimmt den Preis (Rabatt, Staffeln)
- Kundentyp — bestimmt den rechtlichen Rahmen (netto oder brutto)
- USt-IdNr.
Ein Verbraucher sieht in keinem Modus Nettopreise; ein unbekannter Besucher sieht brutto, außer im reinen B2B-Shop. Ein Geschäftskunde zahlt denselben Betrag — er sieht ihn nur netto. Die Bestellung friert ein, was beim Kauf galt.
Steuerzonen (EU, Drittland, Reverse Charge)
Abschnitt betitelt „Steuerzonen (EU, Drittland, Reverse Charge)“Steuerzonen verwenden ist ab Werk aus — dann gilt der Satz am Artikel, für einen deutschen Shop mit deutschen Kunden richtig.
An: Der Satz ergibt sich aus der Steuerklasse des Artikels und dem Lieferland. Damit werden Ausfuhrlieferungen ins Drittland steuerfrei und Geschäftskunden mit geprüfter USt-IdNr. im EU-Ausland per Reverse Charge abgerechnet (der Prüfzeitpunkt wird an der USt-IdNr. des Kunden gesetzt). Ohne Steuersatz netto wird dabei aus dem Bruttopreis zurückgerechnet.
Steuerklassen und Sätze (Zahlung & Versand → Steuersätze): eine Matrix Steuerklasse × Zone (Deutschland, EU, alle übrigen Länder). Vorhanden sind Standard, Ermäßigt und Steuerfrei; eigene Klassen lassen sich anlegen. Ein leeres Feld heißt „keine Regel” — dann gilt der Satz am Artikel, nie 0 %. Artikel ohne eigene Steuerklasse werden über ihren Satz eingeordnet (19 % → Standard, 7 % → Ermäßigt, 0 % → Steuerfrei).
OSS: Verkauf in andere EU-Länder
Abschnitt betitelt „OSS: Verkauf in andere EU-Länder“Über 10.000 € Jahresumsatz in andere EU-Länder gilt der Steuersatz des Lieferlands. Steuersätze → OSS-Auswertung zeigt, wo du stehst, und den Umsatz je Land und Satz für die Meldung, auch als CSV.
Steuersätze → Für jedes EU-Land eine Zone anlegen teilt die EU-Zone auf und trägt die Regelsätze als Vorschlag ein. Prüfe sie vor dem Einschalten der Steuerzonen. Ermäßigte Sätze bleiben leer, weil sie je Land für andere Waren gelten: Ein leeres Feld bedeutet den Satz am Artikel. Stimme das mit deinem Steuerbüro ab.
XRechnung für Behörden
Abschnitt betitelt „XRechnung für Behörden“Trägst du an einem Kunden eine Leitweg-ID ein, wird seine E-Rechnung als XRechnung erzeugt. Dafür muss bei den Firmenangaben der Belege eine Telefonnummer und eine E-Mail-Adresse stehen.
USt-IdNr. bei der EU prüfen (VIES)
Abschnitt betitelt „USt-IdNr. bei der EU prüfen (VIES)“Geschäftskunden tragen ihre Nummer auch bei der Registrierung und im Kundenkonto ein und sehen dort, ob die EU sie bestätigt hat. Ein Shop, der nur an Privatkunden verkauft, zeigt die Felder nicht.
Reverse Charge greift nur mit einer geprüften USt-IdNr. Der Shop fragt dafür selbst bei der EU (VIES) nach: beim Speichern der Einstufung am Kunden, per Knopf Bei der EU prüfen in der Kundenansicht und in der Kasse, wenn ein angemeldeter Geschäftskunde bestellt und die letzte Prüfung älter als 30 Tage ist. Ist unter Belege & Vorlagen die eigene USt-IdNr. eingetragen, wird qualifiziert gefragt; die Abfragekennung der EU ist der Nachweis. Ist die EU nicht erreichbar, bleibt eine schon geprüfte gleiche Nummer gültig — eine neue nicht.
Jede Prüfung bleibt als eigener, unveränderlicher Eintrag erhalten — mit Kennung und der Antwort der EU, auch wenn später neu geprüft wird. Jede Bestellung verweist auf die Prüfung, die beim Bestellen galt: zu sehen in der Bestellung (Reiter Kunde & Verlauf) und im Buchhaltungs-Export. So lässt sich auch für eine Rechnung von vor einem Jahr zeigen, dass die Nummer damals bestätigt war.
Steuerhinweis auf der Rechnung
Abschnitt betitelt „Steuerhinweis auf der Rechnung“Bei steuerfreien Lieferungen druckt die Rechnung den gesetzlichen Grund und die USt-IdNr. beider
Seiten (§ 14a UStG): bei Waren ins EU-Ausland „Steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung”,
bei reinen Downloads „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers”, bei Ausfuhr den
Ausfuhrhinweis. Auch selbst bearbeitete Rechnungsvorlagen bekommen ihn; mit dem Platzhalter
{{ steuerhinweis }} bestimmst du die Stelle selbst.
Buchhaltung
Abschnitt betitelt „Buchhaltung“Zahlung & Versand → Buchhaltungs-Export: Rechnungen eines Zeitraums als CSV, eine Zeile je Rechnung, aufgeteilt nach Steuersätzen, mit Korrekturbelegen als negative Beträge — für das Steuerbüro. Rechnungen und Belege